Interview

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Herr Beckmann, Sie sind der Gründer von Datatrain. Wie kam es dazu?

Ich bin ausgebildeter Lehrer für Mathematik und Physik, habe aber nie an einer klassischen Schule gearbeitet. Stattdessen war ich einige Jahre als Dozent an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin tätig. Im Anschluss an meinen Zeitvertrag habe ich als freier Dozent die ersten Schritte in Richtung Selbstständigkeit gemacht. Es gab damals eine lebendige Weiterbildungsszene mit vielen verschiedenen Weiterbildungsinstituten. Zuvor hatte ich viel mit Office gearbeitet, zum Beispiel komplexe Skripte mit Word geschrieben, und konnte mir so die Machart und Funktionsweisen von Microsoft-Produkten schnell erschließen. Neben Mathematikkursen habe ich deshalb für einige Jahre auch Schulungen in IT-Themen und Anwendungssoftware durchgeführt, vor allem aus dem Office-Bereich. Teilweise habe ich mir am einen Tag angeeignet, was ich am nächsten in der Schulung weitergegeben habe. Auch vom Programmieren war ich elektrisiert und habe keine Mühe gescheut, es mir selbst beizubringen. Diese Art von Softwareschulungen habe ich neben Instituten auch Firmen angeboten. Unter anderem hat ein Berliner Wohnungsunternehmen diese Dienstleistung bei mir eingekauft.

War das die Weiche zur Wohnungs- bzw. Immobilienwirtschaft?

Genau. Die GESOBAU hat damals als erstes Unternehmen der Wohnungsbranche SAP eingeführt und hatte in diesem Rahmen großen Beratungsbedarf. Ich sollte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die teilweise gar keine Computererfahrung hatten, an die Arbeit mit dem PC heranführen. Dafür habe ich in eigene Technik investiert, habe mehrere Computer und Präsentationstechnik gekauft und damit beim Kunden vor Ort Schulungen durchgeführt, zunächst zu Office-Themen. Gleichzeitig habe ich den Bedarf insgesamt analysiert. Dem Team den Umgang mit einer ERP-Software wie SAP zu vermitteln – da gab es eine klare Lücke, die durch SAP-Berater allein nicht auszufüllen war. Diese Schulungen waren so erfolgreich, dass sie auf die gesamte AG ausgedehnt wurden. Das war der Beginn der Datatrain – der Name speist sich in erster Instanz aus „Training“ und in zweiter aus dem Thema IT bzw. der Zug-Metapher.

Und so sind Sie auf das Thema SAP gekommen?

Ja. Ich fand es hochspannend, mich mit einem so komplexen ERP-System zu beschäftigen, an dem viele tausend Menschen jahrelang mitentwickelt haben und habe so ein immer tieferes Verständnis entwickelt. Damals gab es außerhalb der SAP selbst keine Beratungskompetenzen für die Wohnungsbranche, sodass die SAP für weitere Projekte meine Beratungsleistung einkaufte. Daraus hat sich Stück für Stück das Profil Datatrains als Dienstleister für SAP-Nutzer der Wohnungsbranche ergeben. Zusammenfassend ist Datatrain also aus dem Zusammenwirken sich bietender Gelegenheiten und ganz bewusster Entscheidungen, diese Gelegenheiten zu ergreifen, entstanden.

Wie haben Sie/hat sich Datatrains Profil von da aus weiterentwickelt?

Je besser ich die Branche kennenlernte und verstand, welche Schwerpunkte sie setzt und welche Themen zentral sind, desto klarer sah ich, wie ihre Prozesse aufgebaut sein müssten und wo Potentiale bestehen, diese zu vereinfachen und zu verschlanken. Umso mehr sind eigene Ideen und Konzepte in unsere Arbeit eingeflossen, die wir unseren Kunden nahegelegt haben und so realisieren konnten. Das ist heute die Essenz von Datatrain: Wir analysieren die Arbeitsabläufe der Wohnungsbranche und geben Impulse, wo Reibungspunkte liegen, wie man einen Prozess optimieren könnte oder wo man eventuell in eine andere Richtung denken müsste. Dabei sind wir aber nach wie vor offen für spezifische Probleme und Hinweise unserer Kunden.

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Können Sie einen Prozess nennen, den Sie schon früh als verbesserungswürdig erkannt haben?

Früher hatten Unternehmen den Fokus vor allem darauf, die eigenen Geschäftsprozesse bestmöglich in einem ERP-System abzubilden. Es gab aber kaum ein Bewusstsein dafür, diese Geschäftsprozesse auch in Richtung anderer, externer Beteiligter zu öffnen. Auch die SAP hat einen Moment gebraucht, um zu erkennen, wie zentral diese Option ist und dass andere Anbieter bereits in diese Richtung arbeiten. Schon im zweiten Beratungsprojekt entstand die Idee, an das SAP-System ein Portal anzubinden, über das Dienstleister ihre Aufträge abrufen und zurückmelden können. Dafür habe ich mit zwei befreundeten Beratern eine Lösung programmiert. Dieses Konzept nennen wir heute Schnittstellen und Portale.

Wo sehen Sie heute Optimierungsbedarf?

Ein aktuelle Frage lautet: Wie lassen sich moderne Technologien für die Wohnungswirtschaft erschließen? Wie können zum Beispiel im Rahmen des Internets der Dinge Smart-Meter in die Geschäftsprozesse integriert oder Benutzerinterfaces statt durch Texteingaben über Sprache gesteuert werden? Das ist bei uns schon länger ein Forschungsthema, wo wir große Potentiale und Bedarfe sehen und immer wieder Impulse bei unseren Kunden setzen. Ein weiteres Thema ist die Kommunikation zwischen verschiedenen Parteien, wie Vermieter, Mieter oder Dienstleister. Traditionell läuft sie über das Telefon, aber wir bieten immer mehr digitale Unterstützung für diese Vorgänge an.

Wie geht Datatrain vor, um Probleme zu lösen?

IT-Lösungen haben sich an den Benutzern und ihren Bedürfnissen zu orientieren und dafür zu sorgen, dass sie eine positive Erfahrung machen. Heute spricht jeder von User-Experience, doch diesen Trend haben wir bei Datatrain deutlich früher erkannt als die meisten anderen Marktteilnehmer. Anwenderfreundlichkeit zu realisieren und in der DNA eines Unternehmens zu verankern, ist ein langwieriger Prozess, da sie auf allen Strukturebenen einzuführen ist: Sie steckt in der Art, wie man kommuniziert, in der Art, wie man Texte auf Oberflächen bereitstellt, in der Art, vorauszusehen, wie Beteiligte von Geschäftsprozessen auf bestimmte Signale reagieren werden. Unser umfassendes Verständnis dieser Thematik sieht man unseren Lösungen an und das wird vom Markt honoriert. Die Stringenz und Intuitivität unserer User-Schnittstellen bzw. die Art, wie wir unsere Anwendungen den Endanwendern bereitstellen, stellen einen klaren Wettbewerbsvorteil von Datatrain dar.

Mit einem Alter von 23 Jahren ist Datatrain ein regelrechtes Urgestein der Immobiliensoftware. Wie haben sich die Schwerpunkte über die Jahre verschoben?

Unsere großen Oberthemen, über die ganzen 23 Jahre hinweg, waren und sind IT-Beratung, Prozessoptimierung und das Bereitstellen von Lösungen, die diese Optimierungen ermöglichen. Inzwischen haben wir unsere Produktpalette stark ausdifferenziert und viele Bausteine geschaffen, die sich zu integrierten Gesamtkonzepten zusammensetzen lassen. Damit sind wir unseren Startthemen weiterhin eng verbunden, haben sie aber immer weiter ausgearbeitet und neue Elemente erschlossen. Technologisch gab es entscheidende Einschnitte, die unsere Arbeit stark beeinflusst haben, zum Beispiel der Wandel zur Cloud-Technologie. Unsere Produkte sind schon jetzt vollständig darauf umgestellt. Auch für innovative Technologien, wie das Internet der Dinge und mobile Lösungen, sehen wir sehr großes Potential in der Wohnungswirtschaft und verfolgen sie entsprechend intensiv.

Wie hat sich Ihre persönliche Rolle im Unternehmen verändert?

Zu Beginn war ich alles in Personalunion, habe beraten, entwickelt, Frontends designt, Konzepte geschrieben und vieles mehr. Heute beschäftigen wir über 40 Mitarbeiter. Beratung und Entwicklung sind heute unterschiedliche Geschäftsbereiche und auch die Entwickler sind auf Frontend, Backend oder User Experience Design spezialisiert. Aus Liebe zum Programmieren arbeite ich auch heute noch gelegentlich im Backend, meine eigentliche Rolle ist neben meinen Tätigkeiten als Mitglied der Geschäftsführung aber die Leitung der Software-Entwicklung. Damit bin ich zuständig für die Strategie und Koordination der Entwicklung und bin maßgeblich beteiligt, wenn es darum geht zu entscheiden, welche Technologien wir in welchem Kontext verwenden. Einen großen Teil meines Arbeitsalltages macht heute also die strategische Arbeit aus.

In welche Richtung möchten Sie Datatrain in Zukunft ausrichten?

Wir möchten unsere Beratungskompetenz stärker in den Vordergrund stellen. Beratung ist ja seit jeher eine Kernkompetenz der Datatrain, aber wir werden uns in diesem Feld noch stärker aufstellen und neue Bereiche erschließen. Lange Zeit waren Entwicklung und Beratung in wenigen Personen konzentriert, jetzt differenzieren wir diese Kompetenzen weiter aus. Wir beschäftigen seit vielen Jahren SAP-Berater bei uns und werden das weiterhin tun. Auf Basis ihrer technischen Kompetenz wissen sie genau, wie ein SAP-System funktioniert und wie bestimmte Kundenanforderungen damit umgesetzt werden können. Neben der Implementierungskompetenz benötigt die Branche aber eine viel tiefer gehende Prozesskompetenz, also das Wissen, wie sich ein Prozess kommunizieren, strukturieren und verbessern lässt. Das ist die Richtung, in die wir die Datatrain zuletzt entwickelt haben und weiterhin entwickeln wollen. Wir werden also unsere Kompetenzen und unser Profil als Unternehmensberatung für die Wohnungswirtschaft stark ausbauen und schärfen. Somit können wir dann noch mehr als heute die Beratung und die Lösungen aus einer Hand anbieten.